Warum diese Zahl wichtiger ist als der aktuelle Zins

Der Zins, den Sie heute unterschreiben, gilt 10, 15 oder 20 Jahre. Danach wird die Restschuld zum dann gültigen Marktzins neu finanziert – und niemand weiß, wo der liegt. Die Restschuld nach Zinsbindung ist deshalb der Hebel, über den Sie das Zinsänderungsrisiko heute steuern können: über Tilgungshöhe, Zinsbindungsdauer und Sondertilgungen.

Wie Tilgung und Zinsbindung die Restschuld verändern

Beispiel: 200.000 € Darlehen, 3,5 % Sollzins.

TilgungZinsbindungRestschuld am EndeAnteil
1 %10 Jahreca. 176.000 €88 %
2 %10 Jahreca. 153.000 €77 %
3 %10 Jahreca. 130.000 €65 %
2 %15 Jahreca. 123.000 €62 %
3 %15 Jahreca. 84.000 €42 %

Die Werte sind gerundet (Annuität ohne Sondertilgung). Sie zeigen: Ein Prozentpunkt mehr Tilgung senkt die Restschuld nach 10 Jahren um rund 23.000 €.

Was ein Zinsanstieg mit der Anschlussrate macht

Bei 153.000 € Restschuld und einem Anstieg von 3,5 % auf 5,5 % steigt die jährliche Zinslast von ca. 5.350 € auf ca. 8.400 € – rund 250 € mehr pro Monat, sofern Sie die Tilgung beibehalten. Ob Ihr Cashflow das trägt, zeigt der Zinsänderungs-Stresstest – Quodomo rechnet ihn mit dem Zinsrisiko-Faktor automatisch.